Essay

Grün

Ach, du grüne Neune: In leuchtendem Bambusgrün ist der Renault Trafic definitiv kein Transporter wie jeder andere. Den Farbakzent setzt Wörwag.

Von Horst Walter

Grün ist die Hoffnung, sagt uns diese Farbe. Sie verrät aber nicht, wie lange wir hoffen dürfen und wann wir die Hoffnung fahren lassen sollten. Nicht einmal Sarah hat das gesagt, mit ihren wahnsinnig grünen Augen. Stattdessen hat sie mit ihrem hoffnungsvollen Grünblick vom Betrachter immer wieder Geschenke aller teuren Art kassiert. Grün kann demnach auch in die Irre führen.

Zum Suchwort „grün“ spuckt Google ungefähr 109 000 000 Ergebnisse aus, darunter „British Racing Green“ sowie das „Pfauengrün-Metallic“, das Wörwag im Portfolio hat. Mit immerhin mehreren Zehntausend Treffern klärt uns die Suchmaschine über Redensarten mit Grün auf:
Dass dasselbe in Grün auf den Opel Laubfrosch aus den zwanziger Jahren gemünzt war, der sein Vorbild, einen Citroën, bis auf die Farbe plagiierte.

Dass im grünen Bereich auf die Einteilung von Kontrollskalen in die Signalfarben Grün, Gelb, Rot zurückgeht. Und wenn jemand auf keinen grünen Zweig kommt, dann wächst nicht sein Wohlstand, sondern eher die Schuldenlast. Es grünt so grün. Ob grüne Ampel oder Fahrt ins Grüne, stets sind die Wendungen positiv besetzt. Nicht nur die Hoffnung ist grün. Grün ist die Natur, Grün ist öko, Grün ist der Fortschritt. Je grüner alles gedeiht, desto besser geht es uns. Das glaubten zumindest die, die noch etwas grün hinter den Ohren waren.

Andere fragen sich: Ist zurück zur Natur gleich Fortschritt? Ist eine grüne Ampel unsere größte Hoffnung? Warum streichen wir die Welt nicht grün, wenn diese Farbe sogar bei Kranken die Rhythmen von Herz und Niere ausbalancieren soll? Wer Sarah kennt, ist womöglich der Farbenlehre zum Trotz manchmal denen nicht grün, die Grünes verheißen. Wie gesagt: Sarah hat kolossal grüne Augen. Trennt aber den Müll nicht.

Horst Walter ist freier Journalist und denkt bei der Farbe Grün zuerst an Sarah.

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Den Fortschritt vorantreiben

Knowhow und Innovation sind seit jeher die Markenzeichen des „Hidden Champions“. Ein Beispiel ist der Economizer. Das Messinstrument für Verdichter wie Stampfer, Rüttelplatten oder Walzen ermittelt während der Arbeit laufend den Verdichtungsgrad. Auf einer Skala aus zehn gelben Leuchtdioden liest der Bediener ab, wann die optimale Verdichtung erreicht ist. Schließlich trägt diese maßgeblich zur Lebenserwartung einer Straße bei.

Mit dem Asphalt Manager präsentierte Bomag dann 2001 das welterste System zur automatischen Kontrolle und Optimierung der Asphaltdichte. Ein Meilenstein der Messtechnik. Noch heute erweist sich Bomag, die seit 2005 zum französischen Fayat-Konzern gehört, innerhalb der Branche als Impulsgeber. Die Bopparder engagieren sich in der Grundlagenforschung, betreiben das weltgrößte Entwicklungszentrum für Verdichtungstechnik. Die Kooperation mit Wörwag begann 1987. Werner Böh, damals Außendienstler, und Richard Wörwag stellten in Boppard eine 2K-Polyurethan-Grundierung vor, die dem bis dahin verwendeten Lacksystem haushoch überlegen war. Das Produkt überzeugte. „Ein produzierendes Unternehmen wie wir ist auf zuverlässige Lieferanten und eine belastbare Lieferkette angewiesen. Wir haben beides“, unterstreicht Volker Laux, Geschäftsführer Einkauf bei Bomag. „Wörwag ist einer unserer ältesten Lieferanten. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

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