Essay

Gelb

Ein starkes Signal für Fans: Für das Golf-GTI-Treffen am Wörtherste entwickelte Wörwag ein effektreiches Gelb.

Von Elmar Brümmer

Es muss der gelbwerte Vorteil sein. Denn es gibt praktisch nichts Negatives, das sich mit Gelb verbinden lässt. Was nicht besonders überraschen muss, handelt es sich doch um die Farbe der Sonne. Sie wärmt Körper und Seele, weckt die Lebensgeister. Mehr noch: Gelb erzeugt messbare Muskelenergie, ist ein echter Wachmacher.

Die hellste und heiterste aller Farben stärkt auch das Nervensystem. Und wirkt im Kopf: Das Denken fällt leichter, Sprachtalent und Erinnerung werden beflügelt. Vor allem regt Gelb – neben dem Appetit – die Fantasie an. Neue Ideen münden dann in Unternehmungslust, Entgrenzung, Freiheitsdrang.

Gelb bewegt. Und wie! Deshalb ist im Rennsport die Farbe „Speedgelb“ sehr beliebt. Früh hat die Post sie als Anstrich für ihre Kutschen entdeckt, bei der Tour de France trägt der Beste das Gelbe Trikot. Tempo soll auch der berühmte Farbton der New-Yorker Taxis suggerieren. Wer indes in Manhattan im Stau feststeckt, mag sich daran erinnern, dass Gelb überdies für Gelassenheit steht.

Gelb als Institution: Im alten China durfte es nur der Kaiser tragen, in Thailand war es dem König vorbehalten, schließlich symbolisiert es Ruhm und Reichtum. Eine Farbe, die viel kann: gute Laune verbreiten ebenso wie vor Gefahr warnen. Vor allem im Kontrast mit Schwarz – wie bei der Wespe.

Und das berühmte Gelbe vom Ei? Kommt daher, dass der Dotter als besonders nahrhaft gilt.

Elmar Brümmer ist ein Magazinautor, der jetzt weiß, was das Gelbe vom Ei ausmacht.

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